Leitweg-ID finden und prüfen
Ohne gültige Leitweg-ID kommt Ihre Rechnung bei einer Behörde nicht an.
Wozu sie da ist
Die Leitweg-ID ist eine Wegbeschreibung innerhalb der Verwaltung. Sie sagt der Empfangsplattform, an welches Amt und welche Organisationseinheit die Rechnung gehört. Mit Ihrer Kundennummer oder Ihrer Rechnungsnummer hat sie nichts zu tun.
Der Aufbau
Die ID besteht aus bis zu drei Teilen, getrennt durch Bindestriche.
- Grobadressierung
- Zwei bis zwölf Zeichen. Sie identifiziert die Gebietskörperschaft und beginnt meist mit dem Länderschlüssel.
- Feinadressierung
- Optional, bis zu 30 Zeichen. Sie benennt die Stelle innerhalb der Behörde.
- Prüfziffer
- Immer zwei Ziffern am Ende, gerechnet nach ISO 7064 MOD 97-10.
Ein Beispiel ist 04011000-1234512345-06. Die Prüfziffer lässt sich rechnerisch bestätigen, weshalb ein Zahlendreher bei der Einlieferung sofort auffällt und nicht erst in der Buchhaltung der Behörde.
Wo Sie sie herbekommen
Von Ihrem Auftraggeber. Sie steht in der Bestellung, im Vertrag oder in der Auftragsbestätigung. Es gibt kein öffentliches Verzeichnis, in dem Sie alle IDs nachschlagen können, und Sie dürfen sie sich nicht ausdenken. Wenn Sie keine haben, fragen Sie beim Ansprechpartner nach, bevor Sie die Rechnung schreiben.
Wo sie in der Datei steht
Im Datenmodell ist sie BT-10. In UBL steht sie in cbc:BuyerReference, in CII in ram:BuyerReference innerhalb von ApplicableHeaderTradeAgreement. Beide Stellen liest ein Viewer aus und zeigt sie eigens an, sobald das Profil XRechnung erkannt wurde.
Wann Sie keine brauchen
Im Geschäft zwischen Unternehmen gibt es keine Leitweg-ID. Das Feld BT-10 heißt dort Käuferreferenz und nimmt auf, was Ihr Kunde zur Zuordnung braucht, etwa eine Kostenstelle. Manche Konzerne verlangen dort eine feste Angabe und weisen Rechnungen ohne sie ab, auch wenn das rechtlich keine Behördenpflicht ist.